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iDogma Kunst von Denise Maurer und Jürgen Rinck in der Walpodenakademie Neubrunnenstraße 8 Mainz. Siehe Blogartikel "Kunst überall" von Sofasophia http://sofasophia.wordpress.com/2011/11/19/kunst-uberall/ mit Bildern der Ausstellung und iPhone-Fotos vor und nach dem Aufbau - ein signifikantes Merkmal der iPhone Kunst ist die immerwährende Verfügbarkeit des "Produktionsmittels". Der künstlerische Prozess wird in den Alltag verlagert und die Kreativität speist sich aus dem Alltäglichen.
Die Ausstellung ist vom 19. November bis 18. Dezember 2011 im Schaukasten der Walpodenakademie Mainz, Neubrunnenstraße 8. 24 Stunden am Tag zu sehen.
Homepage des Mainzer Kunstvereins Walpodenstraße mit Veranstaltungsinfos: http://kunstzwerg.net
Jürgen Rinck stellt zu den offenen Ateliers am 17. und 18. September erstmals „IPhone Art“ vor
„Wenn du kein IPhone hast, bist du kein Künstler“ – so oder ähnlich könnte die Firma Apple ihr Mobiltelefon, das mittlerweile Kultstatus erreicht hat, durchaus bewerben. Es geht das Gerücht, dass man mit einem solchen Gerät auch telefonieren kann. Doch in erster Linie faszinieren die vielen Funktionen, die sich in dem kleinen Plastikgehäuse verbergen. Auch den Künstler Jürgen Rinck, der am 17. Und 18. September sein Atelier öffnet, um eine ganz neue Art von Kunst zu präsentieren.
Damit festigt der Zweibrücker Fotograf seinen Ruf als Internetkünstler. Seit genau zehn Jahren arbeitet er auf verschiedene Art und Weise mit diesem digitalen Medium und veröffentlicht Bilder und Texte in seinem Blog, einem Tagebuch, dass im Internet veröffentlicht wird. Seit ungefähr einem Jahr hat Jürgen Rinck sein Mobiltelefon als Kunstwerkzeug entdeckt und präsentiert die Ergebnisse der digitalen Experimente erstmals der Öffentlichkeit außerhalb des „World Wide Web“.
„IPhone Art“ nennt sich diese Stilrichtung, die momentan erst knapp 3000 aktive Anhänger weltweit hat. Dabei wird zum einen die Fähigkeit genutzt, das Gerät als leistungsfähige Digitalkamera zu verwenden. Die Bearbeitung der damit entstandenen Aufnahmen geschieht dann über so genannte „Apps“ – die Kurzform für „Application“. Das sind kleine Programme, welche die Möglichkeiten des IPhones unglaublich erweitern. Denn eigentlich ist dieses Mobiltelefon nichts anderes als ein Computer im Miniformat.
Insbesondere Foto-Apps, aber auch Zeichenprogramme erweitern das Telefon von Künstler Irgendlink. Weil die Kunst selten den leichten Weg geht, hat sich Jürgen Rinck mit dem so genannten „iDogma“ harte Bandagen angelegt. Das „iDogma“ besagt, dass jedes Bild, jeder Text, jeder Film und jede Tonaufnahme, nur mit dem iPhone kreiert und mit dessen Apps veröffentlicht worden ist. Keine aufwendige Bearbeitung der Bilder auf einem Heim-Computer. Vom reinen Foto bis zum fertig bearbeiteten Bild werden alle Schritte des Arbeitsprozesses im iPhone ausgeführt. Bis hin zu Ausbelichtung, Bezahlung des Fotolabors und des Zulieferers. Ein iDogma-Foto kommt direkt aus dem iPhone per Datenautobahn zum Fotospezialisten und dann per Post in die Galerie oder direkt zum Kunstsammler.
Gut 100 Fotos und digitale Kunstwerke von abstrakt über Landschaft bis hin zu Porträt zeigt Jürgen Rinck zusammen mit der Schweizer Fotokünstlerin Denise Maurer in drei Werkgruppen am 17. und 18. September im Rahmen der offenen Ateliers auf dem Rinckenhof in Zweibrücken. Die Bilder sind auf Alu-Dibond in Archiv-Qualität veredelt, Größen bis 80 cm Breite.
Weitere Informationen auch unter http://galerie.irgendlink.de.
Samstag, 17. Und Sonntag 18. September: offenes Atelier Jürgen Rinck mit Gastbeiträgen von Denise Maurer, Rinckenhof, Zweibrücken. Geöffnet von 14 bis 19 Uhr; andere Zeiten mit telefonischer Vereinbarung unter 06332-907094 oder per Mail: irgendlink@t-online.de.
Am Samstag, den 17. und Sonntag, den 18. September 2011 nimmt das Atelier Rinckenhof an der Aktion „Offene Ateliers“ des Berufsverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz teil. Jeweils von 14 bis 19 Uhr zeigen der Zweibrücker Künstler Jürgen Rinck und die Berner Schriftstellerin und Fotografin Denise Maurer sogenannte iPhoneografien,fotografisch-grafische Arbeiten, die einzig und allein mit dem Smartphone aufgenommen und im Smartphone bearbeitet wurden. Es handelt sich dabei um die erste Ausstellung von iPhone-Kunst in der Region Saarland/Rheinland-Pfalz. Gezeigt werden ca. 60 Arbeiten in verschiedenen Größen bis zu 80x80 cm. Das Besondere an der noch jungen Kunstform ist, dass sich eine weltweite Bewegung formiert hat, die zunehmend die Galerien in London, Berlin, Madrid und New York stürmt. Die Künstlerinnen und Künstler kennen sich untereinander normalerweise nicht, treiben jedoch einen regen Austausch, inspirieren sich gegenseitig auf professionellen Internet-Galerien, was auch zu so genannten Collaboration-Kunstwerken führt, wie sie Maurer und Rinck in der Ausstellung zeigen werden.
iPhoneart von Denise Maurer finden Sie: http://www.iphoneart.com/users/1486/galleries
iPhoneart von Jürgen Rinck finden Sie: http://www.iphoneart.com/irgendlink
Pressemitteilung "Kunstzwerge im Rinckenhof" (von Stefan Folz)
In Zweibrücken stellt ein Kultursommerprojekt internationale Landart-Künstler vor
Wo leben eigentlich „Kunstzwerge“? Natürlich in Mainz, wenngleich man sie keinesfalls mit den dort ebenfalls beheimateten Mainzelmännchen verwechseln sollte. Vielmehr nennen sich mit ironischem Augenzwinkern so die Künstlerinnen und Künstler des Mainzer Kunstvereins Walpodenstraße e. V. Folglich gibt es auch regelmäßig „Kunstzwergfestivals“. Eines davon wird vom 2. Bis 4. September im Zweibrücker Rinckenhof für turbulente Tage sorgen.
Seit einigen Jahren veranstalten der Walpodenstraßen-Verein mit eigener Galerie in zentraler Lage von Mainz sommerliche Ausflüge auf den Zweibrücker Rinckenhof. „Rausaufsland“ heißen diese Aktionen, die immer wieder für spektakuläre Erlebnisse in der pfälzischen Provinz sorgen. Der Hof des Zweibrücker Künstlers Jürgen Rinck eignet sich für die Realisierung vielfältiger Ideen, denn neben einer großen, ehemaligen Scheune, die als Atelier und Ausstellungsraum dient, gibt es auch einen beachtlichen Garten mit Wiesen, Obstbäumen und Gemüsebeeten. Kein Wunder also, dass man 2011 „den Kunstzwerg zum Gärtner“ gemacht hat.
Denn das Gelände des Rinckenhofs ist idealer Nährboden für international tätige Landart- und Performance-Künstler aus Deutschland und Taiwan, die zusammen mit experimentellen Musikern aus Brooklyn, New Jersey, Berlin, Gießen und dem benachbarten Saarlouis ihre Ideen aussäen, mit Mitgliedern des Mainzer Kunstvereins kultivieren und die Ernte an drei Tagen des ersten Septemberwochenendes in einer gemeinsamen, synergetischen Aufführung als „KunstZwerg Festival mit dem Publikum einbringen.
Das Musikprogramm wird von der Konzertgruppe „Phantom Limbo“ (Wiesbaden, Frankfurt) kuratiert, die seit 2008 Auftritte von meist jungen, experimentellen Improvisationsmusikern aus der ganzen Welt in der Mainzer „Walpodenakademie“, der „Oetinger Villa“ in Darmstadt sowie dem Kunstprojekt „Waggon“ in Offenbach organisiert.
Das Besondere an diesem, vom Kultursommer Rheinland-Pfalz geförderten Festival auf dem Rinckenhof ist, dass Musiker und Künstler zusammen mit den Organisatoren in einem Camp auf dem Gelände untergebracht sind. So soll die Veranstaltung durch das gemeinschaftliche Zelten, Kochen, Essen und Arbeiten in der Natur einen prozesshaften, ganzheitlichen Charakter mit nachhaltiger Wirkung für das soziale Netzwerk haben. Dennoch soll es keine geschlossene Gesellschaft werden, denn Besucher sind beim Programm der drei Tage nicht nur herzlich willkommen , sondern ausdrücklich erwünscht. .
Folgende Künstler und Musiker werden in Zweibrücken zu Gast sein:
Der Programmablauf:
Freitag, 2. September: erster Festivalabend mit den Bands und Kurzfilmrolle zum Thema „Kunst und Natur“
Samstag 3. September, zweiter Festivalabend mit den Bands und gemeinsame Jamsession
Sonntag 4. September, Performance mit den LandartkünstlerInnen.
Der Eintritt kostet jeweils 6 Euro.
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Weitere Infos zu den beteiligten Musiker- und KünstlerInnen
Datashock
Datashock sind ein musikalisches Kollektiv mit wechselnder Besetzung. Ihre Musik adäquat zu beschreiben ist ein fast unmögliches Unterfangen – zu reichhaltig sind deren Wurzeln, zu heterogen ihr Output. Sie selbst bezeichnen ihre Musik mit einem Augenzwinkern als „Grusel-Kraut”, und obwohl ihre elektro-akustischen Live-Improvisationen durchaus Anleihen bei Krautrock, (Neo-)Psychedelica und moderner Komposition nehmen, so etablieren sie doch eine eigene Klangästhetik: Datashocks dichter Soundteppich aus Drones, Noise, Loops und Psychedelic kann als avantgardistisch bezeichnet werden – im Sinne einer unbefangenen Herangehensweise und innovativen Bearbeitung musikalischer Tendenzen und Strömungen, ohne das Motiv der Perfektion in den Vordergrund zu stellen. Ihre Musik ähnelt vielmehr momenthaften Skizzen, spontan festgehaltenen Ideen, die einer ständigen Überarbeitung und Erweiterung unterliegen und deshalb gerade live zur vollen Entfaltung kommen. Seit 7 Jahren zieht das saarländische Kollektiv seine Kreise und hat dabei weltweit Spuren hinterlassen. Veröffentlichungen sind u.a. in Italien, Frankreich und auf dem bandeigenen Meudiademorte-Labelerschienen. Der renommierte englische WIRE schrieb: „Datashock collective sounds like a free-folk informed update on Amon Düül II, with electric guitar, drums and fiddle working alongside effect pedals and electronics.“
Flamingo Creatures
Ruth Maria Adam & Ronnie Oliveras improvisieren Klangflächen einer Blumenwiese gleich: bunt, duftend und man muss schon ein wenig aufpassen, wo man hintritt, um nicht ein zartes Pflänzchen niederzutrampeln. Ähnlich facettenreich und feingliedrig klingt, was das Duo mit Geige, Gesang, elektronischen Effekten, Glöckchen, Trommeln und allerlei gefundenen Objekten, die vielleicht nicht in erster Linie als Musikinstrumente zu klassifizieren sind, auf die Bühne und zu Gehör bringt.
Karl Rudi Domidian Hundefänger
Ungefragt taufte man ihn Karl Rudi Domidian. Das Pseudonym "Hundefänger" verantwortete er selbst. Dieser Mann ohne Atelier geht ins Freie - aufs Land, zur Küste, in den Wald - nur mit Seilen & Haumesser. Er schaut hin und in sich hinein an Orten, die er noch nicht kennt. Nichts bringt er hin & nichts holt er weg. Er fällt nichts, er pflanzt nichts. Nur, was ihm die Natur zu Füßen legt, fügt er zusammen : Steine, Laub, Äste, Reisig. Es entstehen originäre Immobilien. Man trägt sie nicht zu Galerien oder Auktionen. Wäre er Adler, schichtete er einen Horst und als Biber gelängen ihm Burgen; und Hundefänger baut mit gleichem Material. Da er Mensch ist, macht er, seiner Natur gemäß, Kunst. Nie kehrt er zurück. Prinzip Ortswechsel. Die Spuren belässt er Wind & Wetter. Wer die vergängliche Kunst erkennen will, macht sich mit Hundefänger auf den unberührten Weg." (Klaus Winterhager) www.hundefaenger.de
Insektenführungen mit Inox Kapell
Die Welt der Insekten im Garten und im Wald, auf der Wiese usw sind das Thema des Entomologen und Kuenstlers Inox Kapell. Bei seinen lebendigen Führungen durch die Welt der 6-Beiner kann jeder kleine und grosse Mensch viel erfahren. Es geht dabei um Symbiosen in der Natur und die Wichtigkeit dieser Tiere. Dabei kommen auch die Spinnen und Milben zu Wort. Phobien koennen vielleicht sogar abgelegt werden. Inox Kapell liebt die Insektenwelt seit er denken kann, das besingt er vielleicht sogar.... Inox Kapell macht regelmäßig Insektenführungen am Schloss Freudenberg („Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“) in Wiesbaden und arbeitet in ganz Deutschland an Insekten Musicals, -Hotels, -Vorträgen, -Happenings, -Hörspielen...
Post Abortion Stress
PAS wurde 1995 im New Yorker Stadtteil Brooklyn gegründet. Wegbereiter war der Sound- und Videokünstler Robert L. Pepper und dessen bemerkenswert kreativen Talente. Seitdem entwickelte sich die Band immer weiter zu einem wechselnden Kollektiv ganz unterschiedlicher Besetzungen und Instrumente. Zu den festen Mitgliedern gehören Amber Brien, Job “Vomit” Worthley, Michael Durek und Will Seesar. Dazu stoßen immer wieder Gäste und Musiker, die zu bestimmten Projekten eingesetzt werden. Dazu gehören so illustre Namen wie , ZEV!, Hati, Steve Beresford, Thomthom Geigenschrey, Matt Chilton (Vultures), Anthony Donovan (Vultures), Damien Olsen, Philippe Petit, Robert Pascale und viele andere.
Seit den mehr als 15 Jahren ihres Bestehens haben PAS sechs eigene CDs herausgebracht und waren auf vielen Samplers vertreten. Die Auftrittsorte sind wahrhaft international: neben den Vereinigten Staaten, Deutschland (u. a. das Faust Avantgarde Festival 2009 und 2010), Holland und Großbritannien führte die Reise auch nach Mazedonien, Polen und viele andere Staaten in der Welt. Die Sound- und Videoinstallationen konnte man auch in Chile und beim 18. Olympia Experimental Festival im US-Staat Washington bestaunen. PAS hat Kunstevents wie die New Yorker Experi-MENTAL Nights oder das ebenfalls in der Millionenmetropole alljährlich stattfindende Experi-MENTAL Festival kuratiert.
PAS sieht es als Aufgabe an, mit abstrakten Soundkonstruktionen musikalische Collagen zu schaffen. Der provokante Name Post Abortion Stress (sinngemäß etwa „posttraumatischen Stresssymptom nach einer Abtreibung“) verweist metaphorisch auf all jene, die von der Gesellschaft ausgeschlossen werden, weil ihre Art zu denken und zu leben nicht mit den Normen übereinstimmt. Als Abkürzung bezieht sich PAS auf das französische Verneinungswort und meint die Ablehnung aller überkommenen Meinungen, die einen Neuanfang verhindern wollen. Dieser Blickwinkel auf die Welt ist der Nährboden für Kreativität und die Schaffung einer ganz eigenen Welt der Schönheit. Seit ihrer Gründung will die Band Musik machen, welche die Randgebiete unserer Wahrnehmung berührt. Die ästhetische Grundidee ist von der Annahme geprägt, dass Musik alles sein kann, was das Ohr wahrzunehmen vermag. Die Kompositionen erinnern dabei eher an eine Geräuschkulisse als an Musik im traditionellen Sinn. Es gibt keine klar erkennbaren Melodien, keine rhythmischen Strukturen, die unseren Sinnen bekannte Vergleichsmuster bieten. Sicherlich keine Musik, die auf kommerziellen Erfolg aus ist, aber tonale Skulpturen im puristischen Sinn schafft, wie man sie noch nie erlebt hat.
Sk Orchestra
Das freie Improvisationskollektiv wurde 2009 von dem Musiker und Musiklehrer Mike Durek aus New Jersey gegründet und bespielt seitdem in wechselnder Besetzung von 2-12 Teilnehmern Partyboote, Galerien, Ateliers, Clubs und Theater in New York und Umgebung auf speziellen Sampling Keyboards der Marke Casio, welche in den 80er Jahren als eine Mischung aus Spielzeug und professionellem Instrument entwickelt wurden. Das SKO wird sich in Zweibrücken durch Mike Durek sowie Vertretern der lokalen Musikszene zusammensetzen.
Meng-Hsuan Wu
The journey in the Realm of the Unspeakable – die Reise in das Reich des Unaussprechlichen
“The journey in the Realm of the Unspeakable” ist ein Performance-Projekt, das nur in der Kombination zwischen der Skulptur und der Anwesenheit der Künstlerin funktioniert. Als eine Blume, die nur kurz blüht, will sich Meng-Hsuan Wu als lebendes Kunstwerk beim Zweibrücker Kunstzwergfestival präsentieren. Die Blütenblätter „wachsen“ um den Hals der Künstlerin und bewegen sich in sanften Bewegungen auf und ab. So langsam, dass wir es kaum wahrnehmen können. So schafft die taiwanesische Künstlerin, den Lebenszyklus der Blume zwischen dem Aufbrechen der Knospen und dem Verblühen darzustellen. Meng-Hsuan Wus Kopf wird dabei komplett unter den Blütenblättern verborgen sein. Jedesmal, wenn Betrachter vor dieser menschlichen Blume stehen bleiben, wird die Künstlerin in ihrer Bewegung innehalten und sich erst wieder regen, wenn die Menschen weitergegangen sind. So muss man immer wieder zurückkehren, um den Fortschritt der Entwicklung beobachten zu können. Das Material, aus dem die Blütenblätter bestehen, reflektiert das Licht. So verändert sich mit der Umgebung, dem Wetter und der Tageszeit auch die Anmutung der Blume, die zum Spiegel der Welt wird.
Die Idee zu dieser Performance past perfekt ins Kultursommermotto 2011 „Natürlich Kultur”
Die Natur ist das Reich des Unaussprechlichen, die dennoch paradoxerweise ihre eigene Sprache spricht. Ein Garten ist ein Ort, wo man Wachstum erleben kann – als eigene Quelle der Veränderung inmitten dieses lautlosen Reiches. Je zahlreicher die Quellen der Veränderung sind, um so stärker und unberechenbarer ist die Lebendigkeit. Menschen besuchen einen Garten, um ihn zu verändern und werden selbst verändert. Wachstum fördert Wachstum, währenddessen Veränderung Veränderung fördert. In der Performance von Meng-Hsuan Wu versinnbildlichen die permanenten Bewegung der Pflanze den Lauf der Jahreszeiten und den Lebenszyklus des Gartens. Aber auch ein Ausdruck der Persönlichkeit der Künstlerin, die ihrer Passion, zu reisen und dabei das Geheimnis seines inneren Wachstums zu erkunden, nachkommt. Letztendlich führt es zur Veränderung, die Grundlage alles Lebendigen.
Meng-Hsuan Wu wurde 1981 in Taipei auf der Insel Taiwan geboren. Sie begann das Kunststudium in ihrer Heimat und erlangte dort schließlich den Master of Fine Arts. Weil Wu neugierig war, was Menschen an anderen Orten der Welt tun, wie sie leben, wie sie aussehen, war sie von 2006 bis 2008 in der SUNY New Paltz Universität in New York eingeschrieben. Neue Kunstabenteuer erlebte sie in der ganz besonderen Situation, einmal Reisende, dann wieder sesshaft zu sein. Wo bin ich? Wer bin ich? Und warum bin ich hier? Das ist der Kernsatz der Fragestellung, die sie zu ihren künstlerischen Ideen motiviert. „So werde ich zum Fluss, der all das beinhaltet, was ich schon einmal gesehen habe. Ich nehme die Orte auf und spiegele sie gleichzeitig zurück“ beschreibt Meng Hsuan Wu sich selbst.
Der Mainzer Kunstverein Walpodenstraße 21 e.V.
Mit mehrtägigen Parties in den unterirdischen Gewölben der Walpodenstraße fing alles an. Es folgten Konzerte und erste Ausstellungen, bis sich 1999 aus dem freien Kulturprojekt Walpodenkeller der Mainzer Kunstverein Walpodenstr. 21 e.V. gründete. Seitdem präsentiert dieser seinen eigenen Entwurf zeitgenössischer Kunst mit experimentellem und interdisziplinärem Ansatz. 2004 riefen wir das jährlich stattfindende KunstZwergFestival mit seinem spannenden Mix aus Musik, Ausstellung, Performance und Film ins Leben, das zum Teil von Projektförderungsprogrammen des Kultursommers Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz unterstützt wird und inzwischen eine feste Größe in der Mainzer Kulturlandschaft darstellt. Wir sehen uns als ein offenes Forum für künstlerische und kulturelle Arbeit. Durch weltweite Mail- Art- Aktionen, (Austausch-) Ausstellungen in unterschiedlichsten Medien, Festivals und Vorträge leisten wir als innovatives Netzwerk unseren Beitrag zur zeitgenössischen Kunst. Dabei arbeiten wir nicht nur genreübergreifend, sondern auch in Kooperation mit anderen Kulturinitiativen wie z. B. dem Literaturbüro Mainz. Nach einigen Jahren ohne eigene Räume, in denen der Verein mit seinen Veranstaltungen in Locations wie dem Schickundschön, dem KUZ, Hafeneck und sogar im ehemaligen Küchencenter in Ingelheim zu Gast war, gibt es seit Sommer 2008 endlich ein festes Zuhause in der neu gegründeten Walpodenakademie in der Neubrunnenstraße 8 in der Mainzer Innenstadt.
Nach zweijähriger Kunstpause beteilige ich mich 2010 wieder an den Rheinland-Pfälzischen Offenen Ateliers.
Über Ihren/Euren Besuch an den beiden letzten Septemberwochenenden, 18./19. und 25./26. September von 14-19 Uhr freue ich mich.
Atelieradresse ist der Rinckenhof in Zweibrücken (siehe "Impressum" und "Der Weg zu uns")
Ich zeige die Kunststraße "Zweibrücken-Andorra", Dokumentation zweier Fahrradreisen.
Am 25./26. September ist der Schweizer Maler Marc Kuhn, Begründer der Col Art zu Besuch. Mit ihm gemeinsam wird ein großes Col-Bild entstehen, bei dem Jede/r mitmalen kann.
Jürgen Rinck
Folgende Links zeigen Landkarten-DIA-Schauen der Reise 2010 - (nur mit aktuellen Browsern und schneller Internetverbindung zu sehen).
http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=722983
http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=723012
http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=723036
http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=723054
http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=723100
Malaktion und Buchpräsentation mit Marc Kuhn.
Samstag, 1. November 2008, 15 bis 19 Uhr, Rinckenhof, 66482 Zweibrücken. Eintritt frei.
Die Pionierhafte Col-Art-Bewegung ist der Vorläufer zahlreicher Gemeinschaftsprojekte der Gegenwartskunst. Mit-"erfunden" hat sie natürlich ein Schweizer, Marc Kuhn, 1941 in Biel geboren. Am 6. Juni 1968 wurde das erste Col-Bild begonnen. Gemeinsam mit dem Bildhauer und Maler Albert Willen und dem irakischen Maler Sherif al Sheroufi, der wenige Jahre später auf gewaltsame Weise ums Leben kommen sollte, arbeiteten die Kunstpioniere gut einem Monat an dem Gemälde. Drei Maler, drei Generationen, drei Kulturen, drei Stile, jeder mit drei Teilen im Gemeinschaftsbild vertreten.
Doch bei diesem einen Bild sollte es nicht bleiben. In den letzten vierzig Jahren sind auf diese Weise hunderte Col-Bilder entstanden, an denen unzählige Menschen, sowohl Künstler, als auch Laien mitgemalt haben.
Anlässlich des vierzigjährigen Bestehens dieser Kunstrichtung hat Marc Kuhn im vergangenen Jahr ein 169-seitiges Buch geschrieben, reichhaltig bebildert, in dem er akribisch das Wachsen und Werden des Projektes nachzeichnet und sowohl namhafte Künstler wie Richard Paul Lohse oder Josef Beuys, als auch die zahllosen unbekannten Künstler, die sich an Col beteiligten zu Wort kommen lässt.
Nach 40 Jahren ist Col reger denn je. Die Idee hat Einlass in viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens gefunden, wird in Pädagogik und Therapie angewandt, aber auch die rein künstlerische Komponente hat die Jahrzehnte überdauert.
Seit 2001 reist Marc Kuhn kreuz und quer durch die Welt und animiert seine Mitmenschen zum Mitmachen auf neuen Col-Bildern.
So legt er auch auf dem Rinckenhof einen Zwischenstop ein, bei dem er die geneigten Leser dieser Seite herzlich einlädt auf Bildern mitzumalen, die in Zürich, Bern, Mannheim oder Berlin begonnen wurden und die weiter reisen werden nach Mainz, Paris und sogar ins ferne Mexico.
Zu dieser Malaktion sind sowohl Laien (auch Menschen, die bisher noch nie gemalt haben), als auch Berufskünstler herzlich eingeladen.
Für das leibliche Wohl, Pinsel, Farben und Leinwände ist gesorgt.
Weitere Termine: 2. November, Walpodenakademie, Neubrunnenstraße 8, 55116 Mainz, 3. November Mannheim (Ort und Zeit noch unbekannt), 12. November Paris (Ort und Zeit noch unbekannt) - bei Interesse bitte per Kontakt anfragen nach Ort und Zeit.
Liebe Gäste, am Samstag, den 16. August 2008 um 18 Uhr öffnet die Ausstellung Volker Bockius und Joachim Holz mit Objekten und Malerei in der Galerie Rinckenhof. Hierzu laden wir Sie herzlich ein.
Joachim Holz
geboren 1966, arbeitet als freischaffender Grafik-Designer,
Illustrator und bildender Künstler in Mainz am Rhein.
In Zweibrücken sind unter anderem zu sehen:
Multiple Landschaften
Multiple steht hierbei nicht für Vervielfältigung (ein Auflagenobjekt im klassischen Kunstbegriff), sondern vielmehr im Sinne von vielfältig veränderbar. Die Teile sind untereinander austauschbar und ergeben immer wieder neue Anmutungen. Durch das Arbeiten mit Pigmenten und Bitumen entstehen Texturen, die Andeutung von Dreidimensionalität, glänzende und matte Stellen, Zeichen des Verfalls, Spuren des Entstehens und Vergehens.
Streetpaintings
Farbe und Oberflächenbeschaffenheit urbanen Asphalts bilden die fotografische Grundlage der „Streetpaintings“.
Regen, Rasen, Riesling, Pigment und Bitumen auf leinwand, 2008, 12x40x40 cm.
Wie man in den Wald hineinruft ... Bitumen und Pigment auf Leinwand 2007, Serie je 40x60 cm.
Volker Bockius
Jahrgang 1960, lebt in Ingelheim. Schon früh Beschäftigung mit der Malerei, Autodidakt. So entstehen spannende Dialoge hinsichtlich der möglichst naturgetreuen Wiedergabe und der Verwendung von abgelegten, scheinbar wertlosen Gegenständen und Fundstücken wie Spanplatten, Bananenkistenpapier, Holzkisten, Briefumschläge etc.
In den vergangenen Jahren vermehrt plastisches, skulpturales Arbeiten mit Treibholz, Eisenschrott und ielerlei Kleinmaterial, haupsächlich zum Thema Fische.

Rotfeuerfisch, Dispersion auf Obstkiste, 2006, 60x40 cm
Titelbild zur Ausstellung auf dem Rinckenhof, Objekt aus der Serie Fische, Holz, Metall, Säge, Knopf und Schnur, ca. 60x25 cm
Liebe Gäste,
vermutlich sind die ersten Einladungskarten zur Ausstellung Jo Holz und Volker Bockius ab 16. August 2008 mit Verweis zu dieser Website bei Ihnen eingetroffen.
Bilder und Information zu der Ausstellung werden ab Montag, 28. Juli 2008 hier veröffentlicht.
Im Terminstress und mit freundlichen Grüßen
Ihr Webmaster, Galerist, Künstler
Jürgen Rinck
Das jährliche Atelierfest auf dem Rinckenhof findet am Samstag, 13. und Sonntag, 14. September 2008 von 14 bis 19 Uhr statt. Samstagsabends ist ein Live-Konzert geplant, sowie Grillfest im Ateliergarten.
Von Bäumen und Fischen (Arbeitstitel)
Joachim Holz (Malerei) und Volker Bockius (Assemblage)
Samstag 16. bis Sonntag, 31. August 2008
Eröffnung, Samstag, 16. August 18 Uhr.
Öffnungszeiten: Dienstags bis sonntags 18 bis 22 Uhr, montags geschlossen, sowie Donnerstag, 28. und Freitag 29. August wegen Gruppenführung.
Terminvereinbarung Gruppenführungen: 0171-1043814

Joachim Holz "Crash" 2007

Volker Bockius "Fische" 2007